Glasobjekte

Drei Figuren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




GLASARBEITEN
Am deutlichsten zeigt sich Frischs Generalthema – die Flüchtigkeit und Brüchigkeit der Figuren - in den Glasplastiken. Dem Glas als Gestaltungsmaterial hat sich Frisch in den letzten 5 Jahren experimentell immer häufiger zugewandt. In der Werkstatt des Zweibrücker Glasgestalters Eduard Angeli entstanden größere, direkt in die Architektur eingelassene Glasplastiken. Aber auch viele kleinere Reliefarbeiten, von denen Sie hier einige sehen:

Sie tragen Titel wie „Daphne“, „Spiegelbild“, „Gesang im Feuer“, verweisen wie so oft bei Frisch auf literarische Vorlagen auf mythische oder biblische Texte. Das Material Glas steht natürlich schlechthin für Brüchigkeit und Zerbrechlichkeit und so wirken die Figuren allesamt, die im Grunde die plastischen Verwandten der Figuren der Malerei sind.

Es sind eigenwillige Relief-Konstellationen, die plastische Elemente und Elemente der Tafelmalerei miteinander verbinden. Vor mehr oder wenige monochrom gestaltetem Hintergrund, einem Bildträger, wird die gläserne Figur inszeniert, brüchig durchlöchert, Daphne ein gläsernes, später versilbertes und dann oxidiertes Rankenwerk aus Glas. Nur bis zu einem gewissen Punkt können diese gläsernen Formen im Ofen in einem kontrollierten Prozess gewonnen werden. Auch hier spielt die Erfahrung mit dem Zufall, der experimentelle Umgang mit diesem schwierigen Material, dessen Zerbrechlichkeit aber wie geschaffen ist für die bevorzugte Brüchigkeit der Figuren. Die Glasfragmente der Plastiken werden in einem kontrollierten Vorgang im Ofen zusammen gebacken oder geschmolzen. Ein Prozess der viel Erfahrung verlangt. Trotzdem lässt sich das Ergebnis nur bis zu einem gewissen Grad steuern. Die ungefähre Silhouette der Figuren ist bestimmbar, der Rest birgt Überraschendes, Ungeahntes, die Strukturen auf die der Künstler dann in seiner weiteren Arbeit reagiert.

Teilweise wird das Glas nach der Herstellung mit Metallen, bearbeiten oder ergänzt. Hier helfen die Erfahrungen und handwerklichen Kenntnisse aus der Goldschmiedezeit. Die Lichtdurchlässigkeit des Glases wird relativiert durch die Behandlung mit Silber – naturbelassen oder oxydiert. Durch die Behandlung des Glases mit Metall entstehen plastische Wirkungen und unterschiedliche Grade von Transparenz. „Daphne“ ist komplett mit Silber überzogen, das anschließend einem Oxydationsprozess ausgesetzt – das eigentliche Material ist nicht mehr erkennbar. Auch hier Transformationsprozess, ein souveränes Spiel mit den Materialien.

Auszug aus einer Laudatio von Armin Schmitt, 2009










Ban Fig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Glod2                                            Les amants                                                Phantasos
Oxidiertes Silber auf Glas               Opalisierendes Glas                                      Glas und versilberte Bleche
Pigmentierter Schelllackgrund         Marmorgrund/Holz                                         Pigmentierter Schelllackgrund
Holz 20x80 cm, 2007                      30x80 cm, 2007                                            20x80 cm, 2007
Privatsammlung                              Privatsammlung                                            Privatsammlung                    

 

 

 

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"12"                                                                                                Ohne Titel
Glas, Kupfer, Aluminium, Edelstahl                                                    Einteiliges Glas 60x140 cm,
37x160 cm, 2003                                                                             2003
Privatsammlung                                                                               Im Besitz des Künstlers




 

cmfg1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Grosse Figur
Glas und Eisen.
Die Figur besteht aus 24 Einzelgläsern.

Höhe: ca 190 cm, 2003

 

 
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